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Vom Sturm zum Kunstwerk in einem Schaufenster der Natur


Als der Sommersturm „Kolle“ am Abend des 18.08.2017 quer durch die Waldabteilung Mönchsholz der Gemeinde Herbstadt fegte, hinterließ er nicht nur mehr als 15 ha zerstörten Wald, einen verwüsteten „Trimm-Dich-Pfad“ und mehr als 1000 Festmeter Bruchholz, er hinterließ auch einen Waldbestand, der ab sofort nicht mehr betreten werden durfte. Aufgrund der vielen umgestürzten Bäume und der beim Sturm regelrecht zerfetzten Baumkronen bestand für Menschen, die sich im Wald aufhalten wollten akute Lebensgefahr.
Doch das Betretungsverbot für die Waldabteilung Mönchsholz war natürlich nur der erste Schritt. Das Ziel der Gemeinde, zusammen mit dem zuständigen Forstamt, war und ist es natürlich, den Wald neben seiner Nutzung als Wirtschaftsfaktor, auch als Erholungsraum für die Bevölkerung nutzbar zu halten und wieder zu machen. Als erste Maßnahme veranlasste der zuständige Revierleiter, Herr Kühnel, die Räumung und erneute Bepflanzung der Bereiche in denen Fichtenbestände vom Sturm zerstört wurden. Dies war notwendig um der unkontrollierten Ausbreitung von Borkenkäfern in diesen Bereichen entgegen zu wirken. Die Räumung der weitaus größeren Bereiche, in denen Laubwälder vom Sturm verwüstet worden waren, war aufgrund der nassen Witterung erst gegen Ende des Winters 2017/2018 möglich. Erst dann konnten die entsprechenden Holzerntemaschinen eingesetzt werden um den Wald gefahrlos durchpflegen zu können.


Diese Wartezeit verschaffte dem Forstamt und der Gemeinde die Möglichkeit, den Neuaufbau des zerstörten Waldes reiflich zu überdenken. Hinzu kam, dass der finanzielle Schaden des Sturmes durch einen Unterstützungsfont des Landes Bayern wesentlich abgemildert wurde. Schließlich stimmte der Gemeinderat einem Plan von Forstdirektor Schmalen zu. Dieser sieht vor, dass ein 2,3 ha großes Teilstück des verwüsteten Laubwaldes unberührt bleibt umso der Natur in diesem Bereich freien Lauf zu lassen. Diese Fläche, die sich im Inneren des Waldes befindet und den „Trimm-Dich-Pfad“ nicht betrifft, soll dem Forstamt und dem Naturschutz die Möglichkeit geben zu beobachten, wie die Natur mit solchen Sturmereignissen umgeht.


Ein weiter Punkt sieht vor, dass in den anderen Bereichen der zerstörten Flächen nicht nur mit den „üblichen“ Baumarten nachgepflanzt wird, es werden auch 31 „Pflanz-Inseln“ angelegt, die jeweils separat eingezäunt werden und in denen die seit Ende der 80er Jahre jährlich ausgerufenen „Bäume des Jahres“ in Gruppen zu je 100 Stück gepflanzt werden. Auf diese Weiße hofft man im Laufe der nächsten Jahre vielen Menschen die Möglichkeit zu geben sich die verschiedenen Bäume in ihrem natürlichen Umfeld ansehen zu können.

     


Als letzter Punkt der Neugestaltung des Waldes, der sehr verkehrsgünstig am Rad- und Wanderweg zwischen Bad Königshofen und Herbstadt liegt, wurde zusammen mit dem Jukunet (Netzt für Jugend und Kultur) in Bad Königshofen die Möglichkeit geschaffen, dass Jugendliche zusammen mit örtlichen Künstlern im Rahmen der Ferienbetreuung Skulpturen aus dem aufgearbeitetem Bruchholz gestalten können. 

 





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